Familienhäuser

In dem Dorf Okland, 15 Kilometer von Lokod entfernt, befindet sich eine Spezialschule für Kinder mit Verhaltensstörungen und geistigen Behinderungen. Sehr schnell werden Waisenkinder in Rumänien in diese Kategorie eingestuft. Damit diese Kinder nicht im Kinderheim leben müssen, haben unsere Stiftungen in Okland und den Nachbardörfern fünf Häuser gekauft und zu Familienhäusern ausgebaut.

In enger Zusammenarbeit mit dem Kinderschutzamt werden diese Familienhäuser betrieben.

In jedem Haus leben sechs Kinder mit ihren Pflegeeltern. Die meisten Kinder müssen die Spezialschule besuchen. Einige dieser Kinder sind jedoch so stark geschädigt, dass sie nicht am normalen Unterricht teilnehmen können. Sie sind in der sogenanten „Nullklasse“. Diese Kinder erhalten jetzt -durch unsere Stiftungen initiiert-am Nachmittag durch zusätzliche Betreuer in ihrem Familienhaus Förderunterricht, damit auch sie die Chance haben, schreiben und lesen zu lernen.

Die Kosten für Pflegeeltern, Betreuer und den Unterhalt der Kinder trägt der Staat. Die Stiftung sorgt für die Kleidung der Kinder, organisiert und finanziert Ferienfreizeiten im Jugendorf Lokod, Ausflüge und Zirkusbesuch. Sehr wichtig für die Kinder ist die alljährlich stattfindende Weihnachtsfeier mit Krippenspiel und Bescherung persönlicher Geschenke. Für die Instandhaltung der Häuser und der Einrichtung ist ebenfalls die Stiftung zuständig.

Nach Abschluss der 8. Klasse verlassen die Kinder das Familienhaus und wechseln ins Internat der St. Anna-Berufsschule. Der Besuch der Berufsschule ist für manche Kinder aus der „Nullklasse“ nicht möglich. Diese Kinder finden dann ihren Platz in unserem Haus für „Betreutes Wohnen“.

Ein weiteres Familienhaus wird in Boldogfalva betrieben. Hier wohnen ebenfalls sechs Kinder mit ihren Pflegeeltern. Diese Kinder sind nicht behindert und sie besuchen die normale Dorfschule.