Vorgeschichte

Junge Leute aus Deutschland brachten Hilfsgüter nach Rumänien und so wurden sie 1992 auf das Kinderheim Okland aufmerksam. In diesem Heim, ein ehemaliges Gefängnis, lebten zu diesem Zeitpunkt etwa 100 Kinder unter schrecklichen Bedingungen.

Katharina Fuhrmann und Hendrik Bartelt entschieden spontan: “Hier müssen wir intensiv helfen und die Lebensumstände dieser Kinder verbessern. Wir gehen für zwei Jahre nach Rumänien.“

Sie unterbrachen ihr Studium, blieben vor Ort im Kinderheim, beschäftigten sich mit den Kindern und haben mit tatkräftiger Unterstützung vieler Helfer aus Ostdeutschland die Wohnumstände im Heim selbst verbessert. In Deutschland wurden Baumaterialien und Geld gesammelt.

In wochenlangen Arbeitseinsätzen haben die deutschen Helfer die Schlafsäale verkleinert, einen Spielplatz gebaut, die Sanitäranlagen erneuert und eine neue Küche eingebaut. Nach zwei Jahren, 1994, waren diese Arbeiten abgeschlossen.

Das Schicksal der Kinder, die mit erreichen des 18. Lebensjahres einfach auf die Strasse gesetzt wurden, ließ Hendrik Bartelt jedoch nicht mehr los. Er hatte die Idee, in der Nähe von Okland, ein Jugenddorf zu gründen und in Rumänien wurde Anfang 1995 die Stiftung L.I.A. (Lokodi Ifjusagi Alapitvany – Jugendstiftung Lokod) gegründet. Ziel dieser Stiftung ist die Hilfe und Unterstützung für benachteiligte Kinder und Jugendliche in Rumänien, insbesondere aber für Kinder und Jugendliche aus Kinderheimen.

Zwecks Einsammlung von Geld- und Sachspenden wurde in Deutschland  der gemeinnützige Verein LIA e.V. – Projekthilfe in Rumänien – gegründet.

Elke und Herbert Flöck fuhren erstmals Ostern 1992 nach Rumänien. Dies sollte eine einmalige Sache sein, denn sie wollten eigentlich nur die Eltern des jungen Fussballers Csaba Laszlo besuchen. Csaba floh noch zur Zeit des Ceausescu-Regimes aus Rumänien, spielte beim TuS Grevenbroich Fussball und er wurde auch privat von Elke und Herbert Flöck betreut. Nachdem Csaba 1991 seine Eltern besucht hatte erzählte er den Flöck’s von der bitteren Armut in Rumänien. Spontan wurden Kleidung und Lebensmittel gesammelt, um die Not der Menschen in Csaba`s Heimatdorf etwas zu lindern.

Elke und Herbert Flöck waren von der Armut der Menschen in Rumänien zutiefst betroffen und sie beschlossen „hier müssen wir helfen“. Sachspenden und Geld  wurden gesammelt, Grundnahrungsmittel gekauft und mit LKW´s des THW Nordrhein-Westfalen nach Rumänien gebracht und in Dörfern und Kinderheimen verteilt.

So kamen Elke und Herbert Flöck im Oktober 1993 erstmals mit Hilfsgütern zum Kinderheim Okland und lernten hier Hendrik Bartelt kennen. Fortan half man sich in Rumänien gegenseitig.

Hendrik erzählte den Flöck´s im Herbst 1994 seine Pläne von der Errichtung eines Jugenddorfes und zeigte ihnen das kleine und fast ausgestorbene Dörfchen Lokod.

Da die Konzeption von Hendrik Bartelt sehr schlüssig war, beschlossen Elke und Herbert Flöck: „“ja, wir machen mit“.

Heute sind Elke und Herbert Flöck die Hauptverantwortlichen für die Koordination der Projektunterstützung aus dem Ausland und der Projektbegleitung in Rumänien.

Hendrik Bartelt hat sich aus der Vereinsarbeit zurückgezogen, da er wegen Tod seines Vaters, die elterliche Firma übernommen hat.

Besonders wichtig für die weitere Projektentwicklung war die enge Partnerschaft mit Friedrich Wolter (Gemeinnützige Friedrich Wolter Stiftung, Hemmingen), die im Jahr 2000 entstanden ist. Im Zuge der Vorbereitungen für eine enge Zusammenarbeit und weitere Projektentwicklungen in Rumänien stießen Orban, Arpad und Szilagyi, Csaba zum Team.

2002 wurde eine weitere Stiftung, die „Fundatia Wolter“ gegründet.

Die Stiftungen Fundatia LIA und Fundita Wolter sind sehr eng miteinander verzahnt und die rumänischen Rechtsträger aller Projekte.