Beschützte Werkstatt

In Bikafalva ist das Zentrum des LIA-Wolter Netzwerkes beheimatet. In einem großen Gebäude befinden sich Wohnung und Büro des Projektleiters, Unterrichts-, Besprechungs- und Seminarräume sowie im Erdgeschoss eine “beschützte” Werkstatt.

Das heißt, hier lernen junge Frauen -sie sind alle schon über 20 Jahre alt - in beschützter Umgebung schreiben, lesen,  rechnen und arbeiten.

Sie haben in den Familienäusern gewohnt, waren in die „Nullklasse“ der Spezialschule eingestuft und durften die Berufsschule nicht besuchen. Schreiben und lesen haben sie nicht gelernt, da sie angeblich nicht lernfähig waren. Einige von ihnen sind geistig behindert, aber auch sie sind lernfähig. Jeden Tag überraschen sie  mit ihren Fortschritten und Fähigkeiten.
Sie arbeiten in der kleinen Tischlerei, weben sehr schöne Teppiche aus Wolle, Flechten kleine Körbe aus Papier und gießen Kerzen. Stolz sind sie, wenn Besucher ihre Produkte kaufen und sie so zum Unterhalt der Stiftung beitragen können.

Ihre Arbeitszeit beginnt von Montag bis Freitag um 9 Uhr. Gegen 13 Uhr ist Mittagspause und sie gehen mit einer Betreuerin nach Hause. Hier wird gemeinsam zu Mittag gegessen und ab 14 Uhr wird die Arbeit in der beschützten Werkstatt fortgesetzt.

Gegen 17 Uhr ist Feierabend, dann geht es mit der Betreuerin wieder zurück ins Haus für betreutes Wohnen.