Jugenddorf Lokod

In dem kleinen Karpatendorf Lokod, im ungarischen Teil Siebenbürgens, hat 1995 alles begonnen. Wo damals nur noch ein paar alte Menschen lebten, wurde mit und für Jugendliche aus umliegenden Waisenhäusern ein lebendiger Ort – ein Ort zum leben – geschaffen.

Jugendliche, die ihre gesamte Kindheit im Waisenhaus verbringen mussten, sind hierdurch  oft sehr stark geschädigt. Vielen von ihnen gelingt es nicht, den Weg in ein selbständiges Leben zu finden und sie landen auf der Straße.

Bis zu 15 solcher Jugendlicher können in den stiftungseigenen Häusern und Werkstätten in Lokod leben und arbeiten. Sie werden betreut von Sozialpädagoginnen und erhalten Unterstützung bei der Bewältigung ihrer seelischen Probleme.

Nach anfänglicher „Arbeitstherapie“ finden sie ihren beschützten Arbeitsplatz in den stiftungseigenen Werkstätten, zum Beispiel Tischlerei, Schlosserei, Betonabteilung, Näherei, Weberei, Landwirtschaft, Viehhaltung, Gartenbau oder Küche.

Wenn ein Jugendlicher sich fit fühlt für ein selbständiges Leben, verlässt er das Jugenddorf und erhält dann Unterstützung über die Beratungsstelle in der nahe gelegenen Kreisstadt Odorheiu-Secuiesc.
Im Jugenddorf Lokod ist auch die Infrastruktur für die Durchführung von Aus- und Weiterbildungskursen, Seminaren und Ferienfreizeiten vorhanden.

Stattgefunden haben schon Kurse für Landwirtschaft und Gartenbau, Milchwirtschaft, Floristik, Bauhandwerk, Dorfentwicklung und Volkstanz.
Während der Sommerferien verbringen immer wieder Gruppen von bis zu 50 Kindern und Jugendlichen ihre Ferienfreizeit im Jugenddorf.
Auch die Kinder aus den Familienhäusern sind jedes Jahr für zwei Wochen in Lokod zum Sommerlager.