2009

Im Mai zieht eine neue Bewohnerin, Anett, in das Haus für betreutes Wohnen ein, so dass jetzt sechs junge Frauen, denn alle sind über 20 Jahre alt, hier wohnen.

Ab März beteiligt sich die Bezirksregierung an der Finanzierung der laufenden Kosten. Aus diesem Grunde können drei weitere Mitarbeiterinnen eingestellt und die Betreuung verbessert werden.

Ab Oktober haben die Mädchen zweimal pro Woche, im hauseigenen Gymnastikraum und mit einer ausgebildeten Physiotherapeutin, Bewegungstherapie.

Auch die medizinische Betreuung kann verbessert werden. Durch Mangelernährung in der Kindheit haben alle Bewohnerinnen große Probleme mit den Zähnen. Bereits vier Mädchen haben im vergangenen Jahr Zahnersatz erhalten und werden jetzt regelmäßig zum Zahnarzt begleitet.

In der beschützten Werkstatt überrascht immer wieder die Fähigkeit der jungen Frauen. Erste von ihnen gefertigte Produkte wie z.B. Wollteppiche, Körbe aus Papier und kleine Holzarbeiten konnten verkauft werden.

In Lokod konnte ein 22.000 qm großes Grundstück mit einem über 200 Jahre alten Haus gekauft werden.

Diese Investition soll die finanzielle Zukunft der LIA-Wolter Stiftungen absichern. Geplant ist das Angebot „GRÜNES KLASSENZIMMER“ für Schulen aus der Stadt. Gegen Bezahlung kommen Schulklassen für einige Tage nach Lokod, wohnen in stiftungseigenen Häusern und werden über die Jugenddorfkantine verpflegt.

Im Oktober werden ca. 2.000 qm dieses Grundstückes für einen „Rosengarten“ aufbereitet. Der europäische Verein der Rosenzüchter hat dieses Projekt angestoßen. Mitglieder dieses Vereines stellen selbst gezüchtete Rosen kostenlos zur Verfügung und so sollen in der Zukunft mehrere hundert verschiedene Rosenstöcke in Lokod blühen. Umgesetzt wird dieses Projekt durch eine Landwirtschaftsingineurin aus der Stadt und unter Mithilfe der Lokod-Jugendlichen.

Hoffnung und Planung für die Zukunft

Der europäische Rosenzüchterverein rechnet für die Zukunft mit vielen Besuchern die gegen Zahlung von Eintritt den Rosengarten besichtigen werden. Sollte dies eintreffen, so erhalten Jugendliche hierdurch einen finanziell abgesicherten Arbeitsplatz.

Diesen Besuchern werden dann auch die Arbeiten aus den beschützten Werkstätten und die Bio-Produkte aus den Obst- und Gemüsegärten der LIA-Wolter Stiftungen zum Kauf angeboten.

Vielleicht ein entscheidender Schritt in die finanzielle Selbständigkeit.

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