Wo wir helfen

Die Projekte sind in Siebenbürgen, Region Odorheiu-Secuiesc, Bezirk Harghita, Rumänien.

Etwa 90 % der Bevölkerung gehören der ungarischen Minderheit an. Gesprochen wird ungarisch und die ungarischen Traditionen werden gepflegt. Die Kinder besuchen ungarische Schulen mit dem Pflichtfach rumänisch.

Unter Ceausescu wurden die Dörfer entvölkert und die Menschen in die Plattenbauten in der Stadt umgesiedelt. Sie arbeiteten in der staatlichen Metall-, Holz- und Bekleidungsindustrie. Die großen Betriebe existieren nicht mehr.

Arbeitsplätze heute: Mittelständische Kleinbetriebe, Handel, Banken und zwei große Konfektionsbetriebe mit etwa 3.000 Mitarbeiterinnen. Durchschnittlicher Monatslohn Netto etwa 200 Euro.

In den zahlreichen Dörfern leben überwiegend alte Menschen die in den landwirtschaftlichen Kooperativen gearbeitet haben und heute eine monatliche Rente von ca. 60 Euro erhalten. Sie können nur mit den Erträgen aus Garten und Stall überleben.

Arbeitsplätze gibt es in den Dörfern nur sehr wenige und somit verdingen sich junge Dorfbewohner sehr oft als Tagelöhner. Der EU-Beitritt hat Reisefreiheit gebracht und viele Rumänen arbeiten jetzt im Ausland, oft schwarz, oder als Saisonarbeiter in der Landwirtschaft und Weinanbau. Leidtragende – Kinder, die alleine gelassen werden oder zu Verwandten müssen.

Kaufen kann man jetzt fast alles, aber zu Preisen die sehr oft über den Preisen in Deutschland liegen. Dies gilt insbesondere für Lebensmittel. Ausländische Supermarktketten beherrschen mehr und mehr den Markt und verdrängen die kleinen Geschäfte.

Die Infrastruktur wird langsam besser, Dörfer werden mit fließendem Wasser versorgt, Kläranlagen werden gebaut und hoffentlich bald Abwasserleitungen verlegt.


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